Was versprechen sich die USA von Verhandlungen?

24 Feb

Was versprechen sich die USA von Verhandlungen?

Der Vorschlag Washingtons, direkte Verhandlungen mit der Islamischen Republik Iran zu führen, hatte Reaktionen seitens der Verantwortungsträger Irans zur Folge und diese Reaktionen wurden von den Medien unterschiedlich analysiert. Grundsätzlich fragt es sich,
welche Ziele die Amerikaner im Auge hatten, als sie ihre Bereitschaft , direkt mit Iran zu verhandeln, bekanntgaben. Wollen die Amerikaner echte, direkte Verhandlungen und bestehen überhaupt Aussichten auf ein Ergebnis solcher Verhandlungen ? Oder ist der Verhandlungsvorschlag der USA gar nicht ernst zu nehmen?
Welches Ziel verfolgen sie mit diesem Vorschlag in der jetzigen Situation?

Die Beziehungen Irans und der USA sind seit dem Sieg der Islamischen Revolution im Jahre 1979 eine wichtige Angelegenheit für die Region gewesen.

Die Islamische Republik Iran ist nun ein mächtiges und einflussreiches Land im Nahen Osten. Trotzdem die USA diese Republik angefeindet hat, ist sie gleichzeitig auch immer bestrebt gewesen, direkte Beziehungen zu ihr aufzunehmen. Sie hofften neben Druckausübungen auch durch die Hebel der Diplomatie ihre Ziele vorantreiben zu können.
Nachdem die Iraner das US- Spionagenetz, in Teheran erobert hatten, kam es zum Abbruch der Beziehungen zur Islamischen Republik und iranisches Eigentum in den USA wurde blockiert.
Schon seitdem waren angesichts der Entwicklungen in der Region und auf der Welt, in den USA direkte Verhandlungen mit Iran ein Thema.
Im Gefolge der Lügen und Verschleierungen hinsichtlich des friedfertigen Nuklearprogrammes der Islamischen Republik Iran durch die westlichen Staaten, wurde das Thema direkter Verhandlungen zwischen Iran und den USA noch ernsthafter in den politischen Kreisen und Medien diskutiert.

Die US-Regierung zeigt weiterhin Interesse an direkten Gesprächen, obwohl sie bereits im Rahmen der Gruppe 5 1+ mit Iran verhandelt.
Ihre Strategie lautet, einerseits internationale Ablehnung gegen den Iran zu erzeugen, indem sie gegen dieses Land den Vorwurf der Terrormaßnahmen, Verletzung der Menschenrechte und das Vorhaben, Massenvernichtungswaffen herstellen zu wollen, erheben und andererseits von Gesprächen reden und behaupten, dass die USA keine militärischen Maßnahmen ergreifen wollen.
In den 34 Jahren, die seit dem Sieg der Islamischen Revolution Iran vergangen sind, haben die Amerikaner in Abständen wiederholt, dass sie Verhandlungen wollen, aber sie haben durch ihr Verhalten gezeigt, dass sie anders handeln als sie reden.
Die Amerikaner haben im Rahmen ihrer Zuckerbrot- und Peitsche-Politik die feindseligsten Maßnahmen gegen die iranische Nation ergriffen und mit verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Finten und mit Terrormaßnahmen Druck auf sie ausgeübt.

US-Präsident Obama und sein Vize Joe Biden und andere amerikanischen Regierungspolitiker sprechen von ihren Bemühungen, die Grundlage für Gespräche mit den iranischen Verantwortungsträgern zu schaffen, obgleich sie erneut Sanktionen gegen Iran verhängt haben.

Während Joe Biden auf der Sicherheitskonferenz am 3. Februar davon sprach, dass Washington Verhandlungen mit Iran aufnehmen möchte, wurde drei Tage später eine neue Serie von Sanktionen gegen Iran verhängt.

Als erstes haben die USA bei der Erklärung zu diesen neuen Sanktionen angegeben, dass sie beabsichtigen, die Möglichkeiten Irans bei der Eröldausfuhr einzuschränken. Daher solle ab dem 6. Februar 2013 das Geld für den Verkauf von iranschem Erdöl nicht in die Hände Irans gelangen.
Im zweiten Abschnitt der Sanktionserklärung wird dem Schatzministerium der USA erlaubt, das Konto jeder Person, welche dem Iran dabei hilft, an Edelmetalle zu gelangen, gesperrt werden.

Wenn die USA auf der einen Seite zu verschiedenen Zeitpunkten ihr Interesse an Gesprächen mit Iran bezeugen und auf der anderen Seite die Sanktionen gegen Iran immer mehr verschärfen, so ist dies gemäß Ajatollah Khamenei, dem Oberhaupt der Islamischen Revolution und der anderen Verantwortungsträger der Islamischen Republik Iran, ein Paradox .
Ajatollah Khamenei hat in Reaktion auf die Forderung der US-Spitze nach Verhandlungen, unterstrichen, dass der gute Wille, erste Vorrausetzung für solche Gespräche ist. Ein solcher guter Willen ist aber weder bei der heutigen Forderung der Amerikaner noch in der Vergangenheit festzustellen. In Wirklichkeit ist ihr Vorschlag nur eine listige Taktik und soll dazu dienen, dem Iran Zugeständnisse abzulocken.

Ajatollah Khamenei sagte : „Verhandlungen bedeuten üblicherweise für die Amerikaner und die Hegemoniemächte folgendes: `Kommt, lasst uns Gespräche führen, bis ihr das, was wir sagen, akzeptiert!“
Das Revolutionsoberhaupt sagt also, dass die Amerikaner mit dem Verhandlungsvorschlag erreichen wollen, dass der Iran von der Urananreicherung ablässt und auf die Atomenergie verzichtet. Er weiter:
„Sie sagen nicht: `Lasst uns zu Verhandlungen zusammentreffen, damit Iran seine Argumente darlegt und wir davon ablassen, wegen der Atomfrage Druck auszuüben und die Sanktionen einstellen, die Einmischungen in Bezug auf Sicherheit und Politik usw. unterlassen.“ Ajatollah Khamenei sagt über die Vorbedingung für Gespräche weiter:
„Die Amerikaner müssen ihre guten Absichten unter Beweis stellen. Sie sollten zeigen, dass sie nichts vorschreiben und nicht erpressen wollen. Wenn sie das tun, dann werden sie sehen, dass ihnen die iranische Nation antwortet.“

Die Anführer der USA reden von diplomatischen Gespräche und der Möglichkeit des Dialoges zur Beilegung von Problemen zwischen den USA und Iran, während sie gleichzeitig die Alternative der Druckausübung und Drohungen heranziehen.
Eine Begutachtung der politischen Sprechweise der US-Spitze und ihrer tatsächlichen Politik, demonstriert, dass die Amerikaner mit ihrer Iran-Diplomatie Täuschung betreiben wollen.
Insgesamt lässt sich sagen, dass wenn die bekanntgegebene Politik grundlegend von der real stattfindenden Politik verschieden ist, die IRI und die iranische Gesellschaft keinerlei Vertrauen in die diplomatische Redensweise der USA setzen kann.

Was die USA in ihrer praktizierten Politik benutzt ist nichts anderes als Drohung, Boykott und Anreiz, ein Modell, welches beweist, dass die US-Strategie nicht auf eine Lösung der Probleme ausgerichtet ist.

Die Beziehungen zwischen Iran und den USA sind deshalb schwierig geworden, weil die Positionsträger der USA Vokabeln wie Schlichtung Verhandlung, und Zusammenarbeit anführen, während sie in der Praxis allen möglichen politischen Druck ausüben, Wirtschaftssanktionen verhängen und mit dem Militärangriff drohen.
Die Regierungspolitiker der islamischen Republik Iran sehen dieses diplomatische Vokabular durch die Brille ihrer bisherigen Erfahrungen.
Wie die Geschichte der Internationalen Beziehungen zeigt, ging es Staaten wie den USA und England bei Steigerung von Sanktionen letztendlich darum, den Sturz einer Regierung herbeizuführen.
Jedes Land, welches gegenüber dem offenen und verborgenen Drohungen der internationalen Akteure Widerstand leistet , ist zugleich Vorbild für den Widerstand.
Ajatollah Khamenei hat über die verlogene Propaganda hinsichtlich der angeblichen Annullierung der Sanktionen im Falle von direkten Gesprächen gesagt:
„Sie denken, die iranische Bevölkerung sei durch die Sanktionen schwach geworden, es ging ihr immer schlechter und es herrsche ein Chaos. Sie denken sich, dann sagen wir eben: `Kommt doch an den Verhandlungstisch, dann heben wir die Sanktionen auf!`, und sie glauben die ganze iranische Nation würde sofort sagen: ` Ja, wir verhandeln!`
Ajatollah Khamenei sagte auch , dass die Sanktionen des Westens eine Gelegenheit sein können und fuhr fort:
„Wir haben Erfahrungen gesammelt und erprobt. 30 Jahre lang haben wir gegenüber dem Druck der USA standgehalten und habe diese Stufe erreicht. Aber es gibt auch Völker, die sich 30 Jahre lang der USA gebeugt haben und um einige Grade rückständig sind.
Wir haben keine schlechte Erfahrungen mit der Standhaftigkeit und dem Widerstand gemacht. Der Widerstand erweckt die innere Stärke eines Volkes und macht sie aktiv. Diese Sanktionen, die sie verhängen, werden der iranischen Nation helfen und sie werden sie mit Gottes Erlaubnis und seiner Allmacht Wachstum und Entfaltung erreichen lassen.

( Fonte: http://www.german.irib.ir )

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